
Kortison verbessert bei Mukoviszidose die Lungenfunktion, die Betroffenen müssen weniger oft stationär behandelt werden und gewinnen an Gewicht. Das ist das Ergebnis einer Multicenter-Studie mit 283 Patienten im Alter von fünf bis 14 Jahren, von der Dr. Felix Ratjen von der Universitäts-Kinderklinik Essen in der Ärzte-Zeitung am 16.04.98 berichtete. Zwei Patientengruppen bekamen jeden zweiten Tag ein oder zwei mg Prednison pro kg Körpergewicht. In der höher dosierten Gruppe wurde jedoch eine Häufung von Diabetes und Linsentrübung als Nebenwirkungen beobachtet.

Xenotransplantation: Neue Lunge vom Schwein: Lungen für Transplantationen sind Mangelware. Seit vielen Jahren forscht man deshalb daran, Schweine genetisch so anzupassen, dass ihre Organe, darunter auch Lungen, ohne Abstoßung in einen Menschen transplantiert werden können. Die Forschung kommt jetzt in die entscheidende Phase: Man hofft, die Abstoßungsprobleme durch die neuen „GAL-knockout“-Schweine erstmals zu lösen, bei denen ein Galaktose-Zucker entfernt wurde. Paviane haben bereits 76 Tage mit Organen der neuen Schweine überlebt, wesentlich länger als bislang erreicht. Wenn diese Experimente nach vielen Millionen Forschungsaufwendungen allerdings misslingen, würde Ernüchterung eintreten, urteilte der britische Independent am 21.09.2003.

Ein erster Schritt hin zur Xenotransplantation ist getan: Über Weihnachten sind fünf geklonte Schweine geboren worden, die gentechnisch so verändert sind, dass bei einer Transplantation eines ihrer Organe in einen Menschen die Abstoßungsreaktion unterdrückt werden soll. Den „Knock-out“-Schweinen fehlt ein spezielles Enzym, das Zuckermoleküle auf der Oberfläche von Schweinezellen platziert. Unter anderem anhand dieser Zuckermoleküle erkennt das menschliche Immunsystem die tierische Herkunft. Schweine eignen sich aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum Menschen am Besten für eine Xeno-Transplantation. Der möglichen Gefahr, die von Schweine-Viren ausgehen, versucht man durch die Zucht besonders virenfreier Schweine zu begegnen, wie diue Netzeitung am 04.01.2002 berichtete.

Über eine Klausurtagung zu ethischen Aspekten der Verwendung tierischer Organe für die Transplantation beim Menschen (sog. Xenotransplantation) berichtet das Ärzteblatt vorn 09.07.99 C1338: Bei diesen Transplantationen ist nicht nur das Abstossungsrisiko höher, auch die Enstehung neuer Retroviren, die gefährlich für die Gesamtbevöikenung sein können, kann z.Zt, nicht ausgeschlossen werden. Verschiedene Experten kamen zu dem Ergebnis. dass alle Religionen diese Methode akzeptierten, wenn sie zur Lebensrettung von Patienten notwendig ist, und dass ethische Überlegungen die Xenotransplantation rechtfertigen, sie sogar als ethisch geboten darstellen. Von betroffenen Patienten (vor und nach einer Transplantation) lehnten nur 7 % die Möglichkeit einer Verwendung tierischer Organe ab. Sollte die Verwendung von Lungen aus gentechnisch veränderten Schweinen zur Transplantation möglich werden, würde die Warteliste sicher kürzer, aber es ergeben sich auch neue Probleme: So würde die Spendebereitschaft für menschliche Organe zurückgehen.