
Zuckeruhr: Der Stich in den Finger zur Blutzuckerkontrolle gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an: Die Armbanduhr Pendra® misst kontinuierlich durch die Haut hindurch den Blutzucker. Das Gerät erzeugt ein schwaches elektromagnetisches Feld, um damit vom Zucker verursachte Änderungen der elektrischen Polarisierung der Zellmembranen zu messen (sog. Impedanz- Spektroskopie-Technik). Messwerte und Trends sowie Alarme werden angezeigt. In Deutschland wird das Gerät der Fa. Pendragon Medical (Zürich) voraussichtlich Anfang 2004 für etwa 2.500 Euro erhältlich sein, berichtete die Ärzte-Zeitung am 27.08.2003.

Der neue Inhalator AKITA der Fa. Inamed hat eine Pumpe, die Atemfluss und Luftvolumen vorgibt. Das Luftvolumen wird individuell auf die Patienten eingestellt. In Studien bei Mukoviszidose-Patieinten konnte gezeigt werden, dass damit 88 % der Arznei in den Alveolen der Lunge ankommen, während es bei Standard-Verneblern nur 52% sind. Falsches, also zu schnelles oder zu langsames Einatmen, ist damit nicht mehr möglich. Der neue Inhalator sei daher gut für Medikamente mit engem therapeutischen Fenster und bei sehr teueren Arzneien geeignet. Das System Akita kostet etwa 3500 Euro. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0 64 53 / 64 81 80 (Ärztezeitung 03.12.02)

Am National Centre for Sensor Research an der Dublin City University wurde ein Schweißtest-Armbandsensor entwickelt, mit dessen Hilfe der Verdacht auf Mukoviszidose in einer halben Stunde bestätigt oder widerlegt wird, berichtet das britische Fachmagazin NewScientist im Januar 2001. Das neue Verfahren misst die Konzentration von Natrium- und Chlorid-Ionen im Schweiß. In dem vom National Centre for Sensor Research an der Dublin City University konzipierte Sensor drückt ein elektrisches Feld die Substanz Pilocarpin-Nitrat zur Erweiterung der Poren in die Haut. Dann saugt das Gerät Schweiß aus den Poren und pumpt ihn durch einen herkömmlichen Sensor für Blutanalysen, der die Werte für Natrium-, Chlorid- und Kalium-Ionen ermittelt.

High-Tech-Inhalator: Das Inhaliergerät eflow® von Pari nutzt eine neue Technik zur Verneblung von Medikamenten: Eine kleine Edelstahlmembran, die mehrere tausend Löcher aufweist, wird durch Piezoelemente in Schwingung versetzt und generiert so winzige lungengängige Tröpfchen. Das Gerät passt in eine Jackentasche, arbeitet leise, und kann am Netz oder mit handelsüblichen Mignon-Batterien bzw. Akkus betrieben werden. Wegen des verbesserten Tröpfchendurchmessers und der höheren Nebeldichte kann gleichzeitig die Depositionsrate in der Lunge verbessert und die Inhalierzeit auf nahezu ein Drittel gegenüber herkömmlichen Verneblern reduziert werden, wie die Ärztezeitung am 11.12.03 berichtete. Das Gerät soll im Laufe des Jahres 2004 auf den Markt kommen.

Schon im alten Jahrhundert hatte Pari den eflow angekündigt: „Im Jahr 2002 wird vorausichtlich ein neues Inhaliergerät auf den Markt kommen: So groß und leicht wie ein Elektrorasierer, sparsam, sodass der Akku für bis zu 20 Therapiesitzungen reicht, und geräuschlos“ soll das neue Gerät sein Dazu ist die Firma PARI aus Starnberg eine Kooperation mit einer englischen Firma eingegangen, wie es in einer PARI-Pressemitteilung vom 10.06.99 heißt. Wie funktioniert das neue Gerät? Ein kreisförmiges, hauchdünnes Plättchen aus Metall, das mit winzigen Löchern versehen ist, wird durch einen piezoelektrischen Erreger bewegt, sodass es 100.000mal pro Sekunde hin- und herschwingt. Bei Kontakt mit Flüssigkeit werden aus den Löchern winzige Tröpfchen herausgeschleudert. Das dadurch entstehende Aerosol erfüllt nach ersten Versuchen alle Anforderungen an Tröpfchenspektrum und -dichte, ausserdem könnten alle Medikamente problemlos inhaliert werden.