Erfahrungsgemäß wird in unserem Ort vom Verkaufsstart am 29. Dezember bis zum 2. Januar, also fünf Tage lang geböllert, obwohl es nur vom Silvestertag 0 Uhr bis zum Neujahrstag 24 Uhr erlaubt ist. Für unsere beiden Hunde ist das die Hölle. Aber es gibt viele
Tiere: Hunde- und Katzenbesitzer kennen das: Für Haustiere ist jeder Böller ein Schreckschuss, das tagelange Feuerwerk ist eine traumatisierende Quälerei für Haustiere. Aber auch Wildtiere werden in Angst und Schrecken versetzt und leiden unter den Folgen. Auch in Tierställen gibt es Panik und Verletzungen. Der Staat muss nach Artikel 20a Grundgesetz Natur und Umwelt und damit insbesondere auch Tiere schützen.
Schadstoffe: Feuerwerk belastet Umwelt und Gesund durch Schwermetalle sowie Dioxine und Furane. Für Autos und Heizungen gibt es strenge Lärm- und Schadstoff-Begrenzungen, nicht jedoch fürs Silvester-Feuerwerk - es wird nicht einmal gemessen, wie viel von den krebserregenden Stoffen emittiert wird.
Feinstaub: Das Abbrennen von Feuerwerk verursacht bundesweit jährlich über 2000 Tonnen Feinstaub. 75 Prozent davon werden in der Silvesternacht verursacht, wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt. Feinstaub bleibt bei Inversionswetterlagen oft über viele Stunden in den Straßen, wird auch noch am darauffolgenden Tag deutlich wahrgenommen und führt vor allem bei kranken und älteren Personen zu Atemwegsbeschwerden.
Vermüllung der Straßen: Gemeindearbeiter müssen viel Zeit für das Aufsammeln und Entsorgen des Mülls aufwenden.
Unfälle mit Personen- und Sachschäden durch den unverantwortlichen Umgang mit Böllern und Raketen, z.B. ca. jährlich 8000 z.T. bleibende Gehörschäden, 500 Augenverletzungen pro Jahr.
Geld- und Ressourcenverbrauch: 180 Millionen Euro haben die Menschen in Deutschland 2022 für Silvester-Raketen, Knaller und Böller ausgegeben, heruntergerechnet auf Zorneding also mehr als 20.000€ allein in unserem Ort.
Zusammenfassung der Argumente gegen Feuerwerke.
Die Feuerwerk-Branche fordert stattdessen Toleranz von Asthmatikern, Tinnitus-Geschädigten, kleinen Kindern, sensiblen Menschen, Wild-, Haus- und Nutztieren, die unter der Knallerei leiden, weil eine Minderheit sich vergnügen will.
Nch einer Umfrage von YouGov Anfang 2023 sind 61% der Befragten in Deutschland für ein Verbot von Silvesterknallern im Innenstadtbereich. Nach einer weiteren repräsentativen Umfrage von YouGov (2760 Personen ab 18 Jahren) sind ebenfalls 61% der Befragten dafür, lautes und knallendes Feuerwerk durch Privatpersonen generell zu untersagen.
Lt. einer Umfrage von Statista aus 2022 befürworten 60% der Befragten Verbotszonen für Feuerwerk und Böller in allen deutschen Großstädten.
In der Schweiz befürworten mehr als zwei Drittel der Bevölkerung ein Verbot privater Knallerei.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages sprach sich mehrheitlich für die „Prüfung eines gesetzgeberischen Handlungsbedarfes beim Umgang mit Feuerwerkskörpern“ aus.
Online-Petition eines breiten Bündnisses, geführt von der Deutschen Umwelthilfe bekam 500.000 Unterschriften für eine Gesetzesänderung mit einem generellen Verbot der privaten Knallerei.
Eine change.org-Onine-Petition bekam ebenfalls 500.000 Unterschriften.
Die Petition der Gewerkschaft der Polizei.
Die Petition der Tierschutzorganisation PETA
Roman Huber, der Leiter einer Hundeschule kämpft für ein Verbot privater Knallerei.
Unter dem Hashtag #boellerciao wird auf Social media für ein Böllerverbot geworben, In der Facebook-Gruppe "GEGEN privates Feuerwerk" kann man sich für das Verbot von Feuerwerkskörpern einsetzen.
Allgemeinverfügung: Das Abbrennen und Abschießen von Feuerwerkskörpern könnte in Zorneding durch eine Allgemeinverfügung nach § 24 Abs. 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) auf die Zeit von 23 Uhr an Silvester bis 1:00 morgens am Neujahrstag begrenzt werden (Kategorie 2: Silvesterfeuerwerk). Eine solche zeitliche Beschränkung erscheint zumutbar, wäre wirksam und angemessen, und somit verhältnismäßig im juristischen Sinn. Der Schutz der Umwelt, der Tiere und der Bevölkerung vor Gesundheitsschädigungen und Lärmbelästigungen wiegt schwerer als die Einschränkungen für Feuerwerksfreunde. Beispiel: Köllner Allgemeinverfügung.
Plakataktion im Ort zur Aufklärung über Gefahren und gesetzliche Vorschriften (schönes Beispiel aus Salzburg).
Verkaufsverzicht: Lokale Supermärkte könnten für einen freiwilligen Verkaufsverzicht motiviert werden.
Spendenfinanziertes Bürgerfeuerwerk. Gelungene Beispiele in Heitersheim und Ihringen zeigen vielfältigen Vorteile:
Die Apotheken-Umschau berichtete in ihrer Ausgabe vom 01.07.2025 unter dem Titel "Immer weiter trotz Mukoviszidose" über die rasanten und lebensverändernden Fortschritte in der Forschung (und für mich). Den Text (ohne Fotos) könnt Ihr bei Apotheken-Umschau lesen.
Mein Leben wurde vom BR Fernsehen in der Serie „Lebenslinien“ portraitiert und im Mai 2025 ausgestrahlt. Danke an das Filmteam um Regisseurin Tanja von Ungern-Sternberg für die engagierte und einfühlsame Arbeit! Der 45-minütige Film ist noch in der ARD-Mediathek verfügbar.
Das Magazin GEO berichtete in der Ausgabe Juli 2024 über den Therapie-Durchbruch bei Mukoviszidose: "Stephan Kruip kann endlich durchatmen". Von Autorin Katharina von Ruschkowski. Der Artikel ist leider hinter einer Bezahlschranke.
“Success is the sum of small efforts, repeated day in and day out.” (Robert Collier)
“Perseverance is not a long race; it is many short races one after another.” (Walter Elliot)
“It’s not that I’m so smart, it’s just that I stay with problems longer.” (Albert Einstein)
13.04.2025: Marathon Nr. 5 in Zürich in 4h10min16sec Ich habs wieder getan! Mehr in der Rubrik Sport und Mukoviszidose...
Buchrezension „Breath from Salt“, die Mukoviszidose-Saga. Das englisch-sprachige Buch berichtet über die wissenschaftlichen und die wirtschaftlichen Hintergründe des Kampfes gegen Mukoviszidose und schildert die Emotionen der Familien, Ärzte und Wissenschaftler. Das Buch empfehle ich hier...